Der Weg zur Atemtherapeutin ATLPS®

Margrith Schneider:
Ich fühle mich mit dem Wort ‚Ausbildung‘ einfach nicht wohl, denn es gibt da keine Ausbildung. Es gibt nur die Bereitschaft dazu, Therapeut zu werden. Ein Bereitwerden! Eine Ausbildung ist da unmöglich.

Hände, das Werkzeug der Seele… Hände, die bereit sind, Hingabe im Innern wie im Aussen zu sein. Sie haben eine ganz bestimmte Ausdrucksweise… Wir können ja nur geben, was wir im Innern sind. Wir sind nicht Habende, wir sind Seiende! Wenn es auch Jahre geht, bis es als Instrument voll entwickelt ist, macht es mir gar nichts aus. Wichtig ist mir, dass ein echtes Bedürfnis zur inneren Empfindung da ist. Das Bedürfnis, dem Odem Raum zu geben und das heisst ja, das wunderbare Werkzeug ‚Kopf‘ zur Verfügung zu stellen für die Intuition.

Es geht um den individuellen inneren Weg. Es braucht die innere Reifung, um in der Tiefe die Differenziertheit und den Sinn der Atemarbeit ATLPS® zu erfahren, zu leben und daraus dem sich anvertrauenden Menschen begegnen zu können.

Der Weg der inneren Reifung ist der Weg der Bewusstwerdung, dass wir ’nur Instrument‘ im Einklang mit der universellen Schöpfungs- und Entwicklungskraft sind.

Hierzu braucht es viel Zeit und Geduld, um in den Kursen und im eigenen Alltag zu lernen, in sich selbst horchend in der Empfindung und im inneren Dialog anwesend zu sein. Viel Zeit und Geduld auch, um unter den empfindenden Händen und im sinnerschliessenden Dialog mit einer Therapeutin die notwendige Eigenerfahrung zu erleben.

Es braucht eine lebendige Eigenverantwortung.

Der Weg zur Atemtherapeutin ATLPS®

Nach den Selbsterfahrungen in Einzeltherapiestunden und Atem- und Empfindungskursen (siehe Ausschreibung) findet das Diplomstudium innerhalb von mindestens 5 Jahren statt.

Die Ausbildung richtet sich nach der individuellen Entwicklung und kann deshalb unterschiedlich lang dauern.

Bei Interesse für die Ausbildung in Atemtherapie auf logopsychosomatischer Grundlage können Sie – ohne sich für eine bestimmte Zeit festzulegen – in Einzelstunden und Atem- und Empfindungskursen durch Selbsterfahrung die Therapiearbeit nach Margrith Schneider erleben.

Nach einigen Atem- und Empfindungskursen und mindestens 12 Einzelstunden werden in einem Standortgespräch mit der Kursleitung die Voraussetzungen individuell abgeklärt. Danach kann die Ausbildung mit dem Besuch der Grundkurse fortgesetzt werden.

Interessierte wenden sich an:
Frau Christa Haas: haas.christa@bluewin.ch
Frau Johanna Studer-Häsler: jo.studer@bluewin.ch

Voraussetzungen sind:

  • abgeschlossene Berufslehre oder Studium
  • ausgewiesene Berufserfahrung
  • für Spätberufene: Lebenserfahrung
  • nachgewiesener schulmedizinischer Unterricht und Nothelferkurs
    (mindestens 150 Stunden) – kann parallel zur Fachausbildung erworben werden

Für die Ausbildung in Atemtherapie ATLPS® sind eine tragfähige Motivation, Ausdauer, Belastbarkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu lernen notwendig.

Aufbau der Ausbildung

  • Atem- und Empfindungskurse
  • Grundkurse
  • Vertiefungskurse
  • Atemgruppenleiterkurse
  • Themenkurse
  • Diplomprüfung und Diplomarbeit
  • begleitete Atem- und Körperarbeit
    (in Einzelstunden und in Grund- und Vertiefungskursen integriert)

Minima Diplomstudium

Kursstunden Atemtherapie ATLPS®
900 Lektionen à 60 Minuten

Einzelstunden Atemtherapie ATLPS®
100 Lektionen à 60 Minuten

Total Stunden
1000 Lektionen à 60 Minuten

Berufspraxis

Nach der Diplomierung ist während der ersten drei Jahre an atemtherapeutischen Fort- und Weiterbildungen innerhalb des Bildungsinstituts ATLPS® teilzunehmen.
Diese sind anerkannt von EMR, asca und AFS.

Richtlinien zur Ausbildung und Diplomabschluss

Die Ausbildungselemente können nach Absprache ineinander greifen.

Zu Beginn eines Ausbildungsjahres oder -semesters werden die zu besuchenden Kurse – entsprechend dem Entwicklungsstand und den zeitlichen Möglichkeiten – gemeinsam besprochen.

Die Zulassung zur Diplomprüfung wird von den Ausbildenden im Dialog mit den Lernenden entschieden. Für das Verfassen der Diplomarbeit kann von der Kandidatin/dem Kandidaten ein/e Mentor/in benannt werden.

Beurteilt werden die fachlich-praktische Befähigung, hohes Verantwortungsbewusstsein und die persönliche Reife.

Allein durch das Erfüllen der vorgegebenen Stundenzahlen besteht kein Anspruch auf das Diplom.

Aus Verantwortung den hilfesuchenden Menschen gegenüber wird die Berechtigung, mit der Arbeit am Klienten zu beginnen, ausschliesslich durch die Schul- und Ausbildungsleitung erteilt.

Diplomabschluss

Der Diplomabschluss beinhaltet eine praktische Prüfung und eine schriftliche Diplomarbeit.
Wesentlich ist die individuelle Entwicklung der ganzen Persönlichkeit in ihrer Berufung, ihren Begabungen und Fähigkeiten.
Die Absolventen sind dazu berechtigt, einen Antrag zur Aufnahme auf die Therapeutenliste der Registrierungsstellen EMR und asca zu stellen.

Höhere Fachprüfung in Komplementärtherapie

Nach der Diplomierung besteht die Möglichkeit, sich über das Gleichwertigkeitsverfahren (GWF) für die Höhere Fachprüfung (HFP) der OdAKT (Organisation der Arbeitswelt Komplementärtherapie) vorzubereiten und anzumelden.

Link zur Website OdAKT

Organisation des Bildungsinstituts und Ausbildende

Das Bildungsinstitut wird von einer Interessengemeinschaft (IG) geleitet.
Die Schule führen als Team Julia Gerig und Christa Haas.

Die Ausbildenden sind anerkannte, erfahrene Therapeuten.

Gerig Julia
Primarlehrerin, Logopädin, Atemtherapeutin ATLPS®

Haas Christa
Sozialarbeiterin, Atemtherapeutin ATLPS®

Kräuchi Anna-Marie
Atempädagogin NVS, Atemtherapeutin ATLPS®

Kräuchi Samuel
Dr. rer. pol., Psychotherapeut SPV/ASP, Atemtherapeut ATLPS®

Studer Johanna
lic. phil. I, Atemtherapeutin ATLPS®